Bewege dich, wie die Blätter,
die im Winde wehen,
so unbeschwert und frei.

Turbulenzen gibt es immer,
Stürme und lautes
Pfeiffen — und dann legt
sich alles wieder.
Das Streicheln des Windes
wird sanft.

Und wenn es wieder leise ist,
so lausche doch; was will
dir die sanfte Brise erzählen?

Unsere liebe Kommunikation;
heute noch so starr und unbeweglich,
so schwer und langsam. 

Morgen wird sie anders sein.
Sie ist jetzt in der Pubertät,
verändert sich, verformt sich,
verwandelt sich. 

Und wenn die Zeit reif ist, wird
sie durch Raum und Zeit
fliegen können. Von Herz zu Herz.
Und alles wird einfacher sein.

Ein Lied, das in unseren
Ohren klingt. Wir können es
nicht recht hören. Es ist
leise, wiederholt sich immer
und immer wieder. Es ist
ein Lied, das uns bekannt ist…
Wir können uns nicht
genau erinnern.

Und wo wir auch
hingehen, so spielt das Lied.
Im Rauschen des Windes,
im Plätschern des Wassers,
im Singen der Vögel,
selbst in unserem Atemzug.

Es ist ein Lied, das alle kennen.

Probleme sind wie Berge.
Mächtige, steinerne Riesen,
die uns umzingeln,
einengen und zerdrücken.
Sie werfen ihren
Schatten über uns. Wie hilflos
stehen wir da, überwältigt
von ihnen, denn wir können diese
Berge nicht versetzen…

Aber wir können sie bezwingen;
wie ein Adler, der sich
in die Lüfte empor schwingt,
immer höher und höher,
und alles hinter sich lässt. Und erst
wenn ganz weit oben, nach
weiten Distanzen, wenden wir den
Blick zurück, wo plötzlich
alles so klein und unbedeutend
erscheint.

Unsere Probleme sind keine
Berge mehr. Sie sind zu
kleinen Kieselsteinen geworden.

Wir schlafen. Wie die
Sonnenblumen bei Nacht,
die ihre Köpfe richtung
Boden halten. Umgeben von
der Dunkelheit, warten
wir auf die ersten Ankündi-
gungen des Tages. 

Und wenn die goldenen
Sonnenstrahlen hinter dem
Horizont hervorschauen
und sanft unsere Blütenblätter
streicheln, so öffnen wir
langsam unsere Augenlider.

Es ist eine neue Zeit – zu lange
war es dunkel. Und jetzt,
wo die Sonne bald über uns
steht und das ganze Feld
erleuchtet, so heben sich langsam
unsere Köfpe und wir
wenden uns dem Lichte zu.

Es ist kein Rauch, es ist kein Nebel,
rot, blau, violett schimmert es.
Stoppen kann es niemand,
unaufhaltbar kommt die Welle.

Durch Wände wandert der leise Sturm,
niemand kann ihm entkommen.
Energien wandeln, verformen, verändern sich.
Alles wird neu.

Atme es ein, das Licht vom Kosmos,
die Transformation hat begonnen.
Was nicht hierher gehört verschwindet,
wir kehren zurück zum Ursprung.

Verwirrung spiegelt in tausenden Augen,
Liebe macht sich breit.
Kinder lachen, spielen unbeschwert –
sie sind unsere Leuchttürme.

© alle Gedichte sind Originale von Catherine